Donnerstag, 20. Februar 2014

[Spielleitung]Zug, Zug, Zug, die Eisenbahn …

Ist schon eine Weile her, aber ich hatte ganz zu Beginn mal einen Beitrag verfasst, aus dem ich noch ein Versprechen für eine Fortsetzung schuldig geblieben bin. Bevor ich mich dem eigentlichen Thema zuwende, muss ich aber noch eine kleine Vorbemerkung zum Thema “Railroading” machen, den ich in diesem Beitrag verwendet habe.

Kurz gesagt: Der Begriff stinkt.

Und das hat mehrere Gründe, ich nenne die (aus meiner Sicht) beiden Hauptgründe: Zum einen, dass ich in vielen Diskussionen gelernt habe, das fast jeder Spieler darunter etwas anderes versteht, Missverständnisse und daraus resultierende Themenabweichungen sind daher vorprogrammiert. Zum anderen, dass eine recht große Gruppe von Leuten darunter prinzipiell etwas Negatives verstehen möchte, was diesen Begriff zu einem hervorragend als Kampfbegriff geeigneten Terminus technicus und in Zusammenhang mit dem ersten Punkt eine Diskussion über Railroading zu einem Lieblingsspielplatz derer macht, die gerne provozieren und rumstänkern, ohne am Thema ernsthaft interessiert zu sein.

Ich habe aus naheliegenden Gründen etwas gegen die Verwendung von Kampfbegriffen, wenn es um ein Hobby geht, bei dem mehrere Personen gemeinsam miteinander Spass haben möchten, es aber unzählige Wege gibt, wie man Spass definieren, erzeugen und erreichen kann. Ich mag auch keine unscharfen Definitionen, die von unterschiedlichen Personen für ganz unterschiedliche Dinge verwendet werden können. Und insbesondere verabscheue ich die Kombination “Unscharfe Kampfbegriffe”.

Aus diesem Grunde werde ich im weiteren Verlauf der Diskussion auf die Benutzung des Begriffs “Railroading” verzichten und stattdessen ganz neutral von Struktur bzw. Strukturierung des Spiels und seiner Komponenten sprechen. Damit möchte ich vor allem die mit dem Begriff verbundenen Reflexe vermeiden. Was ich durchaus nicht damit erreichen möchte, ist es allerdings, Dinge und Verhaltensweisen mit Konfliktpotential zu beschönigen. Ich werde nur auf das Schlagwort verzichten, weil ich keine Lust mehr auf die daraus folgende Art von Diskussion habe. Auch wenn das an der ein oder anderen Stelle die Beschreibung von Sachverhalten etwas umständlicher macht.
Und nächstes Mal wende ich mich dann endlich dem Thema “Flexibilität” zu.

Frohes Spielen,
WQ

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