Ist schon eine Weile her, aber ich hatte ganz zu Beginn mal einen
Beitrag verfasst, aus dem ich noch ein Versprechen für eine Fortsetzung
schuldig geblieben bin. Bevor ich mich dem eigentlichen Thema zuwende,
muss ich aber noch eine kleine Vorbemerkung zum Thema “Railroading”
machen, den ich in diesem Beitrag verwendet habe.
Kurz gesagt: Der Begriff stinkt.
Und das hat mehrere Gründe, ich nenne die (aus meiner Sicht) beiden
Hauptgründe: Zum einen, dass ich in vielen Diskussionen gelernt habe,
das fast jeder Spieler darunter etwas anderes versteht,
Missverständnisse und daraus resultierende Themenabweichungen sind daher vorprogrammiert. Zum anderen, dass eine recht große Gruppe von
Leuten darunter prinzipiell etwas Negatives verstehen möchte, was diesen
Begriff zu einem hervorragend als Kampfbegriff geeigneten Terminus
technicus und in Zusammenhang mit dem ersten Punkt eine Diskussion über
Railroading zu einem Lieblingsspielplatz derer macht, die gerne
provozieren und rumstänkern, ohne am Thema ernsthaft interessiert zu
sein.
Ich habe aus naheliegenden Gründen etwas gegen die Verwendung von
Kampfbegriffen, wenn es um ein Hobby geht, bei dem mehrere Personen
gemeinsam miteinander Spass haben möchten, es aber unzählige Wege gibt,
wie man Spass definieren, erzeugen und erreichen kann. Ich mag auch
keine unscharfen Definitionen, die von unterschiedlichen Personen für
ganz unterschiedliche Dinge verwendet werden können. Und insbesondere
verabscheue ich die Kombination “Unscharfe Kampfbegriffe”.
Aus diesem Grunde werde ich im weiteren Verlauf der Diskussion auf
die Benutzung des Begriffs “Railroading” verzichten und stattdessen ganz
neutral von Struktur bzw. Strukturierung des Spiels und seiner
Komponenten sprechen. Damit möchte ich vor allem die mit dem Begriff
verbundenen Reflexe vermeiden. Was ich durchaus nicht damit erreichen
möchte, ist es allerdings, Dinge und Verhaltensweisen mit
Konfliktpotential zu beschönigen. Ich werde nur auf das Schlagwort
verzichten, weil ich keine Lust mehr auf die daraus folgende Art von
Diskussion habe. Auch wenn das an der ein oder anderen Stelle die
Beschreibung von Sachverhalten etwas umständlicher macht.
Und nächstes Mal wende ich mich dann endlich dem Thema “Flexibilität” zu.
Frohes Spielen,
WQ

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