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The Bloodghost Syndicate von Mike
Mearls beschreibt eine Verbrecherbande, die sich auf Glücksspiel,
Schutzgelderpressung, Kreditvergaben und Auftragsmorde innerhalb von
Städten spezialisiert hat. Das besondere an dieser Mafiaähnlichen
Organisation ist, dass sie sich in erster Linie aus Goblinoiden
zusammensetzt, obwohl auch Angehörige anderer Völker Aufstiegschancen
innerhalb des Syndikats haben.
Nach einem kurzen Abriss der Entstehung des
Syndikats und einer Beschreibung der Hauptgeschäftszweige (zu denen auch
Überfälle auf stadtfremde Abenteurer gehört), wird die aktuelle
Führungsriege (inklusive Spielwerten) sowie ein für den Kontakt zu
Spielercharakteren gut geeignetes Mitglied vorgestellt. Es folgen
mehrere Ideen, wie man das Syndikat in Abenteuern einsetzen kann, zwei
Kampfgruppen, die in ihrer Zusammenstellung für das Syndikat üblich sind
sowie zwei neue Gegenstände, die für die Geschäfte des Syndikats von
großem Nutzen sind. Den Abschluss bildet die Beschreibung eines
Verstecks des Syndikats, passenderweise im Inneren einer Krypta auf dem
Stadtfriedhof mit kurzer Beschreibung der Räumlichkeiten und
dazugehörender Karte.
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Claws of Tyranny von Bruce Cordell und Chris Sims ist ein weiterer Beitrag aus der Reihe Roll vs. Role.
Diesmal geht es um eine Gruppe von Trollen, die von einem Adeligen
angeheuert wurden, der einen Umsturzversuch in seinem Heimatort plante.
Dummerweise entpuppten die Trolle sich als ziemlich gerissen, und
machten statt des Adeligen ihren eigenen Anführer zum neuen Herren der
Stadt.
Dieses Szenario dient als Grundlage für die folgenden
Vorschläge, wie die SC in das Abenteuer hineingezogen werden können und
welche Informationen sie im Vorfeld sammeln können. Ein paar Vorschlägen
für Wildnisbegegnungen unterwegs folgt eine Skill Challenge, deren
erfolgreiches Bestehen den Helden ermöglichen kann, ohne Kampf in die
Stadt hineinzukommen.
Danach springt der Artikel zum Schluss weiter. Die
Möglichkeit einer weiteren Skill Challenge während einer Audienz bei
Trollchef Venduul wird nur kurz angesprochen, der Fokus liegt hier aber
auf der Umsetzung als Kampfbegegnung. Und nebenher gibt es natürlich
noch einige kleine Ideen zur Anreicherung des Abenteuerplots.
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Das Realms Interview mit Athans und Cordell hab ich ja bereits ausführlich an anderer Stelle besprochen (nämlich hier und hier), daher nenne ich es hier nur der Vollständigkeit halber und mache direkt mit Shelly Mazzanobles Secret Life as a Dungeon Master
weiter.. Der Zweite Teil ist der Beschreibung des Ablaufs der ersten
beiden von ihr geleiteten Sessions gewidmet und wird wie immer mit sehr
viel Humor beschrieben. Darüber hinaus enthält er aber durchaus die ein
oder andere Moral, die sich auch andere Spielleiter zu Nutze machen
können, geht also über den reinen Unterhaltungsfaktor dieses mal doch
hinaus, obwohl man natürlich aufpassen muss, die Überzeichnungen nicht
wörtlich zu nehmen.
Im RPGA Report dieser Ausgabe
erzählt Chris Tulach ein wenig über die bevorstehenden Ereignisse,
nämlich dem Start der D&D Delve Nights sowie dem der Living
Forgotten Realms Kampagne. Ist ja inzwischen alles völlig überholt,
daher brauch ich darauf wohl nicht groß einzugehen.
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Und auch Bill Slavicsek beschäftigt sich in seiner Ampersand-Kolumne A Busy Month at the Office
vor allem mit der näheren Zukunft, insbesondere dem Player’s Handbook 2
und der nächsten Gen Con. Zwischendurch erfahren wir noch, dass die
Anfangsverkäufe der Vierten Edition alle Erwartungen übertroffen hätten,
aber auch das hat sich in der Zwischenzeit ja wohl etwas relativiert.
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Alles in Allem war das eine sehr schöne Ausgabe des
Online-Dragon, auch wenn mir das Verhältnis von Spieler- und
Spielleitermaterial nach wie vor doch sehr stark vom eigentlichen Ziel
abzuweichen scheint, nämlich den Dragon zum Outlet für Spielermaterial
zu machen und die Spielleiter über den Dungeon zu versorgen. Da man über
die DI aber sowieso beide Magazine erhält, soll mich das nicht weiter
stören. Als Nicht 4E-Spieler kann ich mit den reinen Regelartikeln
natürlich nicht ganz so viel anfangen, aber da sie mich teilweise dazu
anregen, das Material nach Pathfinder zu konvertieren, sind sie selbst
unter diesem Aspekt nicht völlig nutzlos (für mich, 4E-Spieler werden
sich natürlich über die neuen Optionen freuen.
Aber die Artikel über Mithendrain, die Enklave der
Roten Magier, das Blutgeistsyndikat und die Trolle als Beherrscher einer
Stadt enthalten eine Menge brauchbarer Ideen, und der Gontalartikel
lässt mich immerhin mit dem Wunsch zurück, mehr über dieses Land zu
erfahren. Es sollte also für jeden etwas dabei sein.

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